Pressemitteilung: Tourismuszahlen bestätigen die Notwendigkeit eines gut ausgebauten ÖPNV

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg erlebt durch das Engagement der regionalen privaten Wirtschaft einen ständigen Zuwachs bei den Tourismuszahlen. So ist zum Beispiel das Weltcup-Skispringen in Willingen ein etablierter Garant für Einnahmen außerhalb der Sommersaison. Die Tourismuswirtschaft hat diesen Trend erkannt, erweitert ständig ihr Angebot und baut so Waldeck-Frankenberg als Hessens Urlaubsregion Nummer 1 aus. Nicht zuletzt trägt die Gästekarte dazu bei, die Wertschöpfung in der Region zu steigern.

Gerade das Beispiel Willingen mit seinen Zuschauerzahlen zeigt, dass im Landkreis der Anteil an Tagestouristen nicht zu vernachlässigen ist und sie dadurch unsere Region zu einem Naherholungsgebiet machen.

Erfahrungen aus den Naherholungsgebieten im restlichen Bundesgebiet zeigen, dass für viele Menschen die Erholung nicht erst vor Ort, sondern bereits mit der Anreise beginnt, indem sie, anstatt das eigene Auto zu benutzen, die öffentlichen Verkehrsmittel in Anspruch nehmen und sich beispielsweise so eine zuweilen langwierige, nervenaufreibende Parkplatzsuche ersparen.

“Gerade unter diesen Gesichtspunkten halte ich es für unverantwortlich, nicht in einen flächendeckenden ÖPNV zu investieren”, sagt Sascha Brandhoff, ehemaliger Kreistagsabgeordneter der Piraten in Waldeck-Frankenberg. Wenngleich es zwar ärgerlich sei, dass Mehrkosten anfallen werden, sei es durchaus normal bei öffentlichen Projekten. “Eine Kostensteigerung ist erfahrungsgemäß leider immer zu erwarten”, so Brandhoff, und weiter: “Kostensteigerung sind in aller Regel die Folge von Fehlkalkulationen, bei denen kleine, jedoch notwendige Posten nicht berücksichtigt werden, allein mit dem Ziel, das Projekt ‘schön zu rechnen’. Hier erwarte ich seitens der Verantwortlichen mehr Ehrlichkeit gegenüber sich selbst und vor allem gegenüber der Bevölkerung. Dennoch betrachte ich die Reaktivierung der Bahnstrecke auf lange Sicht als eine sinnvolle und vor allem nachhaltige Investition in die Verkehrsinfrastruktur von Waldeck-Frankenberg, da dies zu einer weiter gesteigerten Attraktivität der Region führt und Arbeitsplätze sichert.”

So profitiere beispielsweise das Nationalparkzentrum Kellerwald-Edersee von der Reaktivierung, da Gäste sowohl aus dem Rhein-Main- als auch aus dem Ruhrgebiet nun eine direkte Verbindung dorthin haben. Radwanderer und Familien mit Kindern, aber auch ältere Mitbürger werden die Möglichkeit nutzen, einen Teil ihres Radausflugs bequem mit der Bahn zurückzulegen.

Besonders für die wachsende Tourismuswirtschaft erachtet es die Piratenpartei Waldeck-Frankenberg als kontraproduktiv, die Reaktivierung der Bahnverbindung von Kassel über Korbach und Frankenberg bis nach Marburg erneut in Frage zu stellen. Eine einseitige Kündigung seitens des Landkreises Waldeck-Frankenberg führte in der Vergangenheit bereits dazu, dass erhebliche Strafzahlungen an die Kurhessenbahn zu zahlen waren. Soweit die CDU sich als Expertin in Wirtschaftsfragen präsentiert, stellt sie hier ihre Kompetenz eklatant infrage. Wer behaupte, dass die Attraktivität des ÖPNV sinke und man deshalb das Angebot reduzieren müsse, der verwechsle Ursache und Wirkung. Bereits jetzt gibt es Orte, die vom ÖPNV pro Richtung lediglich zwei Mal täglich angefahren werden. Eine sinnvolle Nutzung solcher Verbindungen ist so nur in Einzelfällen möglich.

Die Piratenpartei Waldeck-Frankenberg empfiehlt interessierten Bürgern, die weitere Informationen zur  geplanten Bahnstrecke wünschen, diese unter Berufung auf die  Informationsfreiheitssatzung [1] beim Landkreis Waldeck-Frankenberg  anzufordern. “Zusammen mit SPD und Bündnis90/Grüne haben die Piraten den Bürgern dieses Werkzeug an die Hand gegeben, um die notwendige Transparenz für solche Projekte zu gewährleisten”, sagt Michael  Behrendt, Beisitzer im Vorstand der Piraten Waldeck-Frankenberg.

[1] Online: http://lk-wf.active-city.net/city_info/display/dokument/show.cfm?region_id=81&id=359386&design_id=9120&type_id=0&titletext=1


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